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Mönchengladbach, den 21. 05 2012 01:51:15
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Wasseruntersuchungen für Dialyse |
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Bakteriologische Untersuchung von Wasserproben und Flüssigkeiten, die für die Dialyse verwendet werden Weltweit bewahrt die Nierenersatztherapie das Leben von mehr als 100.000 Menschen, deren Nierenfunktion für ein Überleben nicht ausreichen würde. Mehr als 350 Behandlungseinrichtungen stehen allein in Deutschland den dialysepflichtigen Patienten zur Verfügung. Pro Patient und Dialysebehandlung ist eine Wassermenge von ca. 200 - 400 Liter Wasser erforderlich. Mit dem Wasser kommt der Dialysepatient indirekt über sein Blut in Berührung. Demnach sind besonders hohe Anforderungen an die Wasserqualität zu stellen. Flüssigkeiten die für Dialysezwecke verwendet werden, stellen aufgrund ihrer Zusammensetzungen oftmals ein hervorragendes Nährmedium für viele Mikroorganismen dar. Der gesamten Aufbereitung, vom Reinigen des Trinkwassers bis zum Mischen der fertigen Dialysierflüssigkeit, einschließlich der verwendeten Anlagen und Geräte muss deshalb vermehrt Aufmerksamkeit zukommen.
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Die hygienisch- bakteriologischen Untersuchungen von Flüssigkeiten, die für Dialysezwecke verwendet werden, sollten alle (3 bis) 6 Monate (Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene am Robert- Koch- Institut) und nach Eingriffen am wasserführenden System erfolgen. Derzeit gelten für die mikrobiologische Qualität des Wassers für Dialysezwecke die "Hygieneleitlinien als Ergänzung zum Dialysestandard 2006" der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Klinische Nephrologie, die Empfehlungen der "Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention am RKI, die Vorgaben der TrinkwV 2001 sowie die Mikrobiologisch- Infektiologischen Qualitätsstandards (MiQ 22, 2005).
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| Parameter | Einheit | TrinkwV 2001 | Hygieneleitlinien, Dialyse 2006 | MiQ 22, 2005 | RKI | | Koloniezahl bei 22°C | 1ml | 100 GW | | | | | Koloniezahl bei 36°C | 1ml | 100 GW | < 100 RW | < 100 GW | 100 RW | | Coliforme Keime | 100 ml | n.n. | | | | | E. coli | 100 ml | n.n. | | | | | Fäkalstreptokokken | 100 ml | n.n. | | | | | Enterobacteriaceae | 100 ml | | n.n. | | n.n. | | P. aeruginosa | 100 ml | | n.n. | n.n. | n.n. | | Pathogene Keime | | n.n. | | | | | Gramnegative Stäbchen | 100 ml | | | < 1000 GW | |
Legende: GW = Grenzwert, RW = Richtwert, n.n = nicht nachweisbar Der Grenzwert für den Endotoxingehalt im Wasser beträgt laut Europäische Pharmakopoe 0,25 EU/ ml. Laut Dialysestandard 2006 der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für klinische Nephrologie ist bei Verwendung von durch den Hersteller validierten Bakterienfiltern am Dialysegerät keine Untersuchung der Dialysierflüssigkeit erforderlich. Ansonsten gelten die gleichen Grenzwerte wie für das Reinwassersystem (maximal 100 KBE/ ml, kein Nachweis Coliformer Bakterien und Pseudomonas aeruginosa in 100 ml Probenvolumen). Bei der online - Hämofiltration oder online- Hämodiafiltration mit Substituatherstellung aus Dialysewasser gelten die Grenzwerte der Europäischen Pharmakopöe. Hier darf eine maximale Keimzahl von 1 KBE/ 10 ml nicht überschritten werden (Ph.Eur., 5. Ausgabe 2005).
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